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Bohren ohne Tiefgang

Verfasst von: Heiko Rech, Tischlermeister | 15.12.2015

Ist Ihnen auch schon einmal ein Tiefenanschlag auf einem Bohrer verrutscht? Wenn nicht haben Sie gute Tiefenstopps in Ihrer Werkstatt. Oder haben Sie hatten bisher Glück. Denn die kleinen Ringe, die man am Bohrer befestigt gibt es in unterschiedlichen Ausführungen. Aber nicht alle Varianten funktionieren zuverlässig.

Stopper zum Aufstecken auf den Bohrer gibt es in unterschiedlichen Ausführungen. Nicht alle funktionieren.

Stopper zum Aufstecken auf den Bohrer gibt es in unterschiedlichen Ausführungen. Nicht alle funktionieren.

Die denkbar schlechteste Lösung ist ein aufsteckbarer Ring mit einer spitz zulaufenden Madenschraube mit Schlitz darin. Beim Befestigen eines solchen Tiefenstopps ist der Bohrer schnell beschädigt und die Schlitzschrauben halten auch nicht sehr lange. Ein sicherer Halt des Ringes auf dem Bohrer ist damit nicht gewährleistet. In den meisten Fällen ist es auch schon ein Geduldsspiel einen solchen Ring gerade und an der richtigen Stelle am Bohrer zu befestigen. Im schlimmsten Fall ruinieren Sie sich beim Arbeiten damit auch noch den Bohrer und das Werkstück.

Die denkbar schlechteste Lösung: Eine Madenschraube, mit Schlitz und Spitze soll den Ring am Bohrer halten.

Die denkbar schlechteste Lösung: Eine Madenschraube, mit Schlitz und Spitze soll den Ring am Bohrer halten.

Ein wenig besser sind da schon Ringe mit einer flachen Madenschraube und Inbusantrieb. Die Schraube kann gefühlvoll und fest angezogen werden. Die Madenschraube mit dem flachen Ende beschädigt den Bohrer weniger und der Ring hält besser. Eine Alternative zu den Ringen ist ein umgedreht montierter Aufstecksenker. Je nach Ausführung funktionieren diese sehr gut als Tiefenstopp.

Wenn schon Ring mit Schraube, dann aber halbwegs ordentlich. Gut passender Ring, mit flacher Madenschraube und Inbus-Antrieb.

Wenn schon Ring mit Schraube, dann aber halbwegs ordentlich. Gut passender Ring, mit flacher Madenschraube und Inbus-Antrieb.

Wenn Sie solche Aufstecksenker in Ihrer Werkzeugkiste haben, können Sie sich gesonderte Tiefenstopps eventuell sparen.

Wenn Sie solche Aufstecksenker in Ihrer Werkzeugkiste haben, können Sie sich gesonderte Tiefenstopps eventuell sparen.

Unter den "Ringlösungen" gibt es aber auch eine Variante, die gut funktioniert. Hierbei besteht der Anschlagring aus zwei Teilen. Eine Inbusschraube klemmt die beiden Teile fest an den Bohrer. Diese Ringe halten sehr gut, verrutschen also nicht. Da keine Schraube punktuell direkt auf den Bohrer drückt, wird dieser auch kaum Schaden nehmen.

Schon besser: Bei diesen Ringen drückt keine Schraube direkt auf den Bohrer. Ein guter Halt auf dem Bohrer ist auch gewährleistet.

Schon besser: Bei diesen Ringen drückt keine Schraube direkt auf den Bohrer. Ein guter Halt auf dem Bohrer ist auch gewährleistet.

Da alle diese Ringe und auch der Aufstecksenker fest mit dem Bohrer verbunden sind, drehen sie sich auch so schnell wie der Bohrer. Trifft der drehende Ring dann auf die Werkstückoberfläche wird diese beschädigt. Diese Tiefenstopper sind daher eher für grobe Arbeiten zu empfehlen, oder für den Einsatz in Bohrschablonen. 

Für den Einsatz in Bohrschablonen sind die mitdrehenden Ringe in Ordnung. Auf einer Holzoberfläche muss man sie umsichtig einsetzen.

Für den Einsatz in Bohrschablonen sind die mitdrehenden Ringe in Ordnung. Auf einer Holzoberfläche muss man sie umsichtig einsetzen.

Mittdrehende Ringe hinterlassen unschöne Beschädigungen auf Ihrem Werkstück.

Mittdrehende Ringe hinterlassen unschöne Beschädigungen auf Ihrem Werkstück.

Soll das Werkstück geschont werden, gibt es recht teure Stopper mit Kugellagern im Handel. Bei diesen bleibt der Stopper bei Kontakt mit dem Werkstück stehen, dreht sich also nicht mehr. Der Bohrer hingegen bohrt weiter. 

Der Stopper auf diesem Bohrer dreht sich nicht mit. Das Werkstück wird nicht beschädigt.

Der Stopper auf diesem Bohrer dreht sich nicht mit. Das Werkstück wird nicht beschädigt. Zusätzlich hat dieser Bohrer auch noch einen Senker mit montiert.

Sie müssen aber nicht unbedingt Geld für einen Tiefenstopp ausgeben. Ein kleines Holzklötzchen aus der Restekiste tut es auch. Es wird mit dem Bohrer, der gestoppt werden soll durchbohrt und einfach aufgesteckt. Wie Tief nun gebohrt werden soll bestimmen Sie, indem Sie den Bohrer weiter oder weniger weit in das Bohrfutter Ihrer Maschine stecken und dort festspannen.

Das Holzklötzchen können Sie mit einer Hand festhalten, so dreht es nicht mit. Die Werkstückoberfläche wird nicht beschädigt. Wenn der Bohrer gut im Futter festgespannt ist, wird er auch nicht rutschen. Ihr Holzklötzchen sitzt direkt auf dem Ende des Bohrfutters auf, es kann Also auch nicht rutschen. Dieser Tiefenstopp ist vielen gekauften Lösungen weit überlegen und kostet nichts. 

Kostet nichts und funktioniert tadellos: Ein durchbohrtes Holzklötzchen als Begrenzer für die Bohrtiefe.

Kostet nichts und funktioniert tadellos: Ein durchbohrtes Holzklötzchen als Begrenzer für die Bohrtiefe.

Das Klötzchen kann mit der Hand festgehalten werden. Dann wird Ihr Werkstück nicht beschädigt.

Das Klötzchen kann mit der Hand festgehalten werden. Dann wird Ihr Werkstück nicht beschädigt.

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